Sie sind hier: Startseite > Baufinanzierung Vergleich

Baufinanzierung Vergleich

Wird eine Baufinanzierung benötigt, ist der Vergleich der Konditionen für ein Darlehen zur Baufinanzierung sinnvoll. Dabei sollte der Zinssatz, wie auch die Finanzierungsart ganzheitlich betrachtet, bewertet und auch die persönliche Situation abgestimmt werden. Achten sollte man bei den Zinskonditionen vor allem auf den Effektivzins. Er setzt sich auch dem Nominalzins und weiteren Kreditkosten zusammen. Der Nominalzins ist der Zins, der ausschließlich für die Kreditsumme fällig wird. Der Effektivzins stellt die Gesamtkosten der Bau- oder Hausfinanzierung, inklusive aller weiteren Kosten, wie die Bearbeitungs- und Vermittlungsgebühr als jährlicher Prozentsatz dar, ist also der Zinssatz, der später tatsächlich zu zahlen ist. Somit liegt der Effektivzins immer über dem Nominalzins. Welche Kostenbestandteile im Einzelnen im Effektivzins enthalten sein dürfen, regelt die Preisangabenverordnung. Bereitstellungszinsen und auch die Ausgaben für die Ermittlung des zu finanzierenden Projekts sind im Effektivzins nicht enthalten.

Ermittlung des Finanzierungsbedarfs

Bevor man die Finanzierungsarten vergleichen kann, muss der Finanzierungsbedarf für die Baufinanzierung, Hausfinanzierung oder Finanzierung der Eigentumswohnung ermittelt werden. Je nach Objekt und Bauweise setzen sich die Gesamtkosten unterschiedlich zusammen. Für eine Hausfinanzierung sind beispielsweise die Objektkosten und Nebenkosten, wie Notargebühren, Maklergebühren, Grunderwerbssteuer und möglicherweise Kosten für eine Sanierung einzuplanen. Müssen neue Möbel angeschafft werden, sollte diese Ausgabe auch in die Berechnung mit einfließen. Wichtig ist, dass man nichts schön rechnet, sondern alle Kostenfaktoren berücksichtigt um die spätere finanzielle Belastung auch tragen zu können. Zudem sollte man für unvorhergesehene Fälle, wie Bauverzögerungen, Mängel oder Sonstiges zusätzliche finanzielle Mittel einkalkulieren.

Arten der Baufinanzierung

Die Finanzierung mit laufender Tilgung gehört zur klassischen Baufinanzierung. Das Darlehen wird in Raten, die sich aus Zinsen und einem Tilgungsanteil von mindestens anfänglich einem Prozent zusammensetzen monatlich zurückgezahlt. Bleibt die Rate über die Laufzeit hinweg gleich hoch, verringern sich monatlich bei sinkender Finanzierungssumme die Zinsanteile, jedoch steigt der Tilgungsanteil. Diese Konditionen nennt man dann Annuitäten-Darlehen. Mit einem Bausparvertrag kann eine Sofort-Finanzierung mit konstanten Raten über die gesamte Laufzeit hinweg erfolgen. Besitzt man keinen Bausparvertrag oder ist dieser noch nicht Zuteilungsreif ist, kann man sich die günstigen Konditionen mit einem Vorausdarlehen sichern, welches bei Zuteilung der Bausparsumme abgelöst wird.

Die richtige Entscheidung

Zum Vergleich der Konditionen sollte man sich möglichst mehrere Varianten von verschiedenen Anbietern berechnen lassen. Die Entscheidung aus diesem Vergleich, welche Hausfinanzierung nun die richtige ist, stimmt man am besten auf seine persönlichen Verhältnisse ab. Dazu erstellt man am besten einen Liquiditätsplan über die zu erwartenden Belastungen und Einnahmen für ein Jahr im Voraus, um objektiv und realistisch beurteilen zu können, ob die Finanzierung tragfähig ist.

Die Absicherung

Finanzierungsschutzbriefe oder Risikolebensversicherung können das Darlehen absichern. Der Schutzbrief sichert dabei Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit und denTodesfall des Darlehennehmers ab, die Risikolebensversicherung wird lediglich im Todesfall fällig. Auch hierbei sollte ein Vergleich der Konditionen mehrerer Anbieter erfolgen.

Worauf man noch achten sollte

Da man nie im Voraus weiß, wie sich der Zinssatz entwickelt, sollte man einen Vergleich des Zinsverlaufs der letzten Jahre durchführen. Befinden wir uns zum Zeitpunkt der Hausfinanzierung in einem Zinstief, sollte man den Zinssatz möglichst lange festschreiben. Bei einem Zinshoch wählt man eine kürzere Zinsbindung. Die Option eine Sonderrückzahlung sollte man im Finanzierungsvertrag aufnehmen lassen, falls man immer wieder mal finanzielle Mittel übrig hat, kann man so die Rate senken oder die Laufzeit verkürzen. Für einige Sanierungsmaßnahmen kann man über die KfW-Bank Förderprogramme in Anspruch nehmen und zinsgünstige Darlehen erhalten, wenn man die Auflagen erfüllt.